Ein Trailing Stopp ist ein Stopp, der immer mehr Gewinn absichert. Er klettert hinterher, und wo er einmal sitzt, gibt es quasi kein zurück mehr. Er klettert dem Erfolg hinterher, und lässt keinen Schritt zurück zu. Im Chart bedeutet das: Wo der Stopp einmal hingekommen ist, wird die Position geschlossen, wenn der Kurs zurückfallen sollte. Ein gedanklicher Trailing Stopp kann genauso funktionieren. Klingt vielleicht im ersten Moment blöd, aber wenn man diese Regel in sein Denken einbaut, und diszipliniert ist, klappt das wunderbar. Es ist ein bisschen schwierig zu erklären. Daher mal ein Beispiel:

Mein Trick – ein gedanklicher Trailing Stopp

Du hast die letzten zwanzig Trades einen Wutanfall bekommen, wenn sie in die Hose gegangen sind. Ich bezeichne das mal als Standardverhalten. Es ist immer gleich. Vielleicht auch außerhalb des Tradings in Deinem Alltag bei Eintreffen einer unerwarteten Rechnung. Kennen wir alle. Um Dein Trading zu verbessern, musst Du aber an Deinem Verhalten arbeiten, um emotionale Trades zu verhindern. Rachetrades in doppelter Positionsgröße, um den Verlust wieder reinzuholen usw. Solche Reaktionen gilt es zu vermeiden. Also fängst Du ( hoffentlich ) an, Dein Verhalten zu beobachten, und stellst dann ziemlich bald ( hoffentlich ) fest, dass Du immer wieder richtig wütend wirst, sobald Du einen Verlust erleidest. Jetzt fängst Du an, aktiv daran zu arbeiten, keine Wutanfälle mehr zu haben. Vielleicht durch verringern der Positionsgröße oder durch einen Schritt zurück ins Demo Konto. Du kannst Dir auch feste Regeln verpassen, so habe ich es gemacht. Meine Regel für das wütend werden lautete: Bei Wutanfall: Laptop aus, Schluss für heute. Hat funktioniert. Am Anfang war es echt übel, unglaublich wie man anfangen kann, mit sich selbst zu diskutieren. 🙂

Ein Wutanfall gehört der Vergangenheit an

Aber als ich mich daran gewöhnt hatte, genau das durchzuziehen, habe ich festgestellt, dass ich mich den Rest des Tages doppelt geärgert habe, weil ich nämlich zu dem kassierten Verlust, und dem Wutanfall während dessen, auch noch keine Chance mehr hatte, mein Minus wieder auszugleichen. Zumindest bis zum nächsten Tag. Lernen ruhig zu bleiben, stand von da an auf Platz 1 meiner To-Do-Liste.  Das schafft man, indem man sich für jeden Trade einen Plan A und einen Plan B bastelt. Plan A: wenn er in den Gewinn läuft, wo schließe ich die Position ( TP ), Plan B: wenn er den Stopp zieht ( kleinstmöglicher Stopp ) Verlust: Is’ dann eben so. Nächster Gewinn kommt bestimmt. Und sobald Du es das erste Mal geschafft hast, ruhig zu bleiben, setzt Du ganz bewusst Deinen gedanklichen Trailing Stopp. Ich habe es einmal geschafft, ruhig zu bleiben, jetzt gibt es keinen Schritt zurück mehr! Weiterentwicklung statt Rückschritt. Will dann wieder mal ein Wutanfall aufkommen, erinnere Dich an diesen Trailing Stopp, und – falls Du es genauso machst wie ich – erinnere Dich auch daran, wie wenig Spaß es macht, den Rest des Tages nicht mehr traden zu können.

Eine immer gleiche Herangehensweise und ein festes Regelwerk bringen Dir Routine und verscheuchen Emotionen. Einen ganz simplen Aufbau immer wieder einsetzen, so machen es auch die Großen! Mein ausführliches Template habe ich als kleines Lernpaket zusammengestellt. Es ist ein Handelsansatz für Dich zum simplen Einstieg. GRATIS dazu gibt es momentan noch mein Ebook “Mein 1. Jahr als Trader”.